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Xanthos - eine Stadt der Antike

Die Geschichte, die einen Ort im Laufe von nahezu zwei Jahrtausenden prägt, ist selten interessanter, wie die der historischen Stadt Xanthos. Sie verkörperte durch ihre Größe und den Status, Hauptstadt zu sein, das antike Lykien. Dieser Landstrich an der kleinasiatischen Südküste war durch die Besiedlung mit sogenannten Ortspaaren etwas ganz Besonderes. Auch Xanthos war Teil eines Ortspaares. Zusammen mit der Hafenstadt Patara gelang es Xanthos, an die Spitze der wichtigsten Städte Lykiens zu gelangen.

Xanthos Eingang zur antiken Stätte - Auf einem Hügel gelegen und ohne Touristenrummel
Xanthos und das römische Theater - 1938 von Charles entdeckt, liegt Xanthos auf einem Hügel fern von Touristentrubel
Xanthos Theater und sein Eingang - Letzte Bewohner der Stadt zogen sich in das Theater zurück.
Xanthos - das Innere des antiken Theaters - Das römische Theater von Xanthos ist am Nordhang des Stadtberges eingebettet
Xanthos' Theater Tribühne - Xanthos blickt auf eine 1800 Jahre alte Geschichte zurück

Durch Ausgrabungen ergibt sich ein erster Zeitraum für eine Ansiedlung schon weit vor 545 v. Chr., allerdings trat Xanthos erst zu diesem Zeitpunkt geschichtlich in Erscheinung. Das Leben innerhalb der Stadtmauern war geprägt durch unzählige Kämpfe um die eigene Unabhängigkeit und gegen Eindringlinge anderer Völker. Zwischenzeitliche Jahre des Wohlstandes wurden durch diese Unruhen und deren Konsequenzen immer wieder zu Nichte gemacht. Bezeichnend für den Stolz der Bewohner von Xanthos sind vor allen Dingen mehrere Massenselbstmorde, um selbst dem Feind nicht in die Hände zu fallen. Durch große Feuer und viele Kämpfe wurde Xanthos oft zerstört und wieder aufgebaut, bis schließlich im 10.Jahrhundert auch die letzten Bewohner dieser Stadt den Rücken kehrten. Die einstige Metropole Lykiens verödete langsam und irgendwann existierte sie für niemanden mehr. 

Der Reisende Charles Fellows entdeckte 1938 diese antike Stadt wieder. Das Bild der einstigen Hauptstadt prägen heute Ruinen, Überreste von Tempeln und Grabmäler. Das Nereiden-Monument z.B. entstand im 4.Jahrhundert und war das bedeutendste Grabmal. Es befindet sich heute in London und kann seit 1969 im britischen Museum besichtigt werden.

In Xanthos überwiegen Ruinen von Klöstern und Festungsmauern. Auch Teile eines römischen Theaters sind erhalten geblieben, in das sich die letzten Bewohner von Xanthos zurück zogen. Die Reste von zwei byzantinischen Basiliken und ein Teil der Stadtmauer sind die einzigen baulichen Zeitzeugen, die von den ehemaligen Wohngebieten übrig blieben. Viele bedeutende Funde aus dem alltäglichen Leben, sowie Kunstgegenstände und handwerkliche Arbeiten, fielen im Laufe der Jahre plündernden Archäologen in die Hände. Damit ging ein bedeutender Teil der Geschichte von Xanthos verloren. Diese antike Stadt, einschließlich von dem 2 Kilometer entfernten Letoon (der heilige Bezirk), gehört seit nunmehr 1988 zum Weltkulturerbe.