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Sumela Kloser bei Trabzon

Das Sumela Kloster im Nordosten der Türkei, auch als Marienkloster bekannt, war ein griechisch-orthodoxes Kloster. Es gilt als beeindruckendes Bauwerk aus byzantinischer Zeit. Sein Name stammt vom griechischen Melas ab, was übersetzt 'schwarz' bedeutet, und sich wahrscheinlich auf den Namen des Berges bezieht, in den das Kloster hineingebaut wurde.

Eine Legende besagt, dass die von Evangelist Lukas gemalte Ikone nach dessen Tod von zwei Engeln in eine Höhle getragen wurde. Eremiten aus Athen entdeckten das Heiligenbild um das Jahr 385 herum, worauf die Höhle erweitert und eine Kapelle hineingebaut wurde. Kaiser Anastasios förderte den Bau eines Klosters, das im Jahr 640 durch ein Feuer zerstört wurde. Der Mönch Christophoros ließ es wieder aufbauen. Räuber, angeblich auf der Suche nach der Ikone, zerstörten das Kloster im 12. Jahrhundert. Durch einen erneuten Wiederaufbau entwickelte sich das Kloster zu einem Wallfahrtsort, das bei Bauarbeiten im 19. Jahrhundert sein heutiges Aussehen erhielt. Nach einem schweren Brand im Jahr 1930 verfiel das Kloster, bis die türkische Regierung es als Nationalerbe unter Schutz stellte und mit einer Restauration begann.

Das Sumela Kloster liegt im Zigana Gebirge im Altindere Nationalpark, rund 45 Kilometer südlich der Provinz Trabzon. Es wurde knapp 300 Meter über einer Schlucht direkt in den Fels gebaut. Zum Kloster hinauf führt eine lange Treppe, die am Eingang mit Wachhäusern flankiert ist. Die Felsenkirche, ein Gästehaus, Kapellen, Studienräume, die Bibliothek und ein heiliger Brunnen gehören zu den wichtigsten Gebäuden des Sumela Klosters.

Das Kloster ist für Christen und Moslems ein wichtiger Wallfahrtsort. Es wurde der Mutter Jesu Christi geweiht und wird daher auch oft Mutter-Maria-Kloster genannt. Im Kloster befinden sich von Evangelist Lukas gemalte Reliquien, Wandmalereien an den Wänden der Gebäude, und ein Splitter vom Kreuz, an dem Jesus starb. Mit diesem Splitter weihten die Mönche das Wasser des heiligen Brunnens, das von Pilgern gegen alle mögliche Leiden genutzt wurde.

Mein Reisetipp:

Das Altindere Vadisi oder den Güldental Nationalpark befährt man bequem mit dem Auto, meist, um bis hin zum Sumela Kloster zu gelangen. Die Straßen sind eng, weshalb Vorsicht geboten ist. Zudem begegnet man immer wieder Fußgängern, die einen Marsch zum Kloster hinlegen.

An einigen Stellen beim Weg nach oben gibt es „Camping“, was so viel wie rast bedeutet und wo Sie eine Pause mit Snacks und Getränken machen können. Die Bergstraße hinauf zum Sumela Kloster führt an einem hübschen Flusslauf vorbei. Die Strecke beläuft sich auf rund 14 Kilometer bergauf über idyllische Serpentinen, die keine Weitsicht bieten, sondern auf den Fluss und in den Wald hinein reichen.

Für den Besuch des Klosters schlage ich vor, eine gute Stunde einzuplanen. Dies ist ab dem Parkplatz berechnet, der sich kurz vor einem 5-minütigen Fußweg befindet.