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Sardes in der Provinz Manisa

Gymnasion von Sardes Vorderansicht
Gymnasion von Sardes Vorderansicht
Ausgrabungsstätte in Sardes
Ausgrabungsstätte in Sardes
Sardes Synagoge Innenansicht
Sardes Synagoge Innenansicht

Die Überreste der Stadt Sardes liegen ca. 10 km westlich des heutigen Salihli. Diese Ortschaften befinden sich in der jetzigen Türkei, etwa 100 km östlich der Ägäis-Hafenstadt Izmir. Sardes wurde im Tal des Flusses Gediz -in der Antike hieß er Hermos- am Ausläufer des Tmolos-Gebirges angesiedelt. Durch die Lage an der Verbindungsstraße Izmir – Ankara zählt Salihli heute zur drittgrößten Stadt der Provinz Manisa, dessen Hauptort sie darstellt. Auch Sardes hatte wegen seiner Lage an einer der wichtigsten Verbindungsstraßen des damaligen Perserreiches eine Vormachtstellung inne. Die Geschichte der Stadt gliedert sich in sieben Epochen: In hethitischer Zeit 1750–1200 v.Chr. hieß diese Region vermutlich Assuwa oder Uda. Während der Regentschaft der Herakliten nannte sich diese Siedlung Hyde. Im 6. und 7. Jahrhundert v.Chr. dominierte die Stadt namens Sardes als Hauptstadt des Königreichs Lydien. Anno 675 v.Chr. bestieg Gyges den Thron Lydiens und läutete die Herrschaft der Memnaden ein. Bereits 647 v.Chr. fiel dieser König dem Angriff der Kimmerer zum Opfer. Nach Gyges blieb der Thron in Familienhand und wurde vom Sohn Aryds 647-605 v.Chr. auf den Enkel Alyattes 600-555 v. Chr. und letztlich auf den Urenkel Kroisos 555-541 v.Chr. übertragen. Er war vor allem für seinen Wohlstand und seine Freigiebigkeit bekannt. Von ihm wird der Spruch „Leben wie ein Krösus“ abgeleitet. Sein Sturz durch den Perserkönig Kryos II beendet zugleich die Herrschaft der Memnaden und des Königreichs Lydien. Sardes wurde zur Hauptstadt der persischen Provinz Lydien erklärt. Die Bedeutung der Stadt manifestierte sich, indem dort die 2,5 Tausend Kilometer lange persische Königsstraße zur persischen Hauptstadt Persepolis wurde. Diese war die direkte und schnellste Verbindung der persischen Residenzstadt mit ihren weitreichenden Provinzen. Während des ionischen Aufstandes wurde Sardes mitsamt seinen Tempeln von den Griechen zerstört. Die Perser blieben in der Stadt, verloren sie aber in der Schlacht am Granikos 334 v. Chr. an Alexander den Großen. Somit fiel Sardes in hellenistische Macht. Bis 133 v. Chr. herrschten die Seludiken in Sardes. Sie siedelten dort jüdische Kriegsveteranen an, die eine christliche Urgemeinde entstehen ließen. Von 133 v. Chr. bis nach Christi Geburt wurde Sardes in die römische Provinz Asia integriert und Sitz der Gerichtsbarkeit. 17 n.Chr. wurde die Stadt durch ein Erdbeben erneut zerstört. Tiberius erließ der Stadt 5 Jahre sämtliche Steuern und spendete für den Wiederaufbau 10 Millionen Sesterzen. Während der Blüte Konstantinopels in der byzantinischen Ära entwickelte sich ein weiteres Straßennetz, und Sardes verlor an Bedeutung. Ende des 11. Jahrhunderts verwüsteten die Seldschuken das Gebiet, im 13. Jahrhundert fielen abwechselnd die Türken und Christen darüber her. 1402 wurde die Stadt durch den Mongolen Timur Lenk erobert und wahrscheinlich endgültig zerstört. Die Bevölkerung Sardes genoss sowohl die Erzeugnisse der fruchtbaren Hermosebene, wie auch die Privilegien ihrer militärischen Stärke. Lydien war in Handwerk und Gewerbe hochentwickelt. Die Bewohner der als Produktionszentrum bekannten Stadt konzentrierten sich auf das Färben empfindlicher Wolle und Teppiche. Die Goldgewinnung im Fluss stellte eine weitere sehr ausladende Einnahmequelle der Bürger Sardes dar. Krösus erfand das erste geprägte Elektron. Diese natürlich vorkommende Gold-Silberlegierung, das „Kroiseios“ gilt als die erst Münze der Antike.

Sardes mit der oberen Tempelanlage, dem Artemistempel - Am oberen Teil der antiken Stadt Sardes, oberhalb des Gymnasions befindet sich der Artemistempel.
Sardes - Eintrittskarte - Für die gesamte Anlage mit dem Artemistempel, dem Gymnasion und den dazugehörigen Bauten, erhält man eine Eintrittskarte für 8 Türkische Lira
Gymnasion von Sardes - Die Tore des Gymnasion von Sardes führen zum Platz