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Iznik - die Stadt am See

In der Provinz Bursa findet sich die türkische Stadt Iznik. Am Iznik-See gelegen spielte das heutige Iznik bereits in der Antike eine sehr wichtige Rolle. Die Stadt zählt heute rund 23.000 Einwohner und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Unweit von Konstantinopel in Kleinasien gelegen soll die erste Ansiedlung bereits in der Frühzeit stattgefunden haben, in Form von Kolonien. Um 301 v. Chr. Wurde die Stadt so gesehen neu gegründet durch Lysimachos, der die Stadt nach seiner Frau Nikaia benannte. Im Laufe der Geschichte fiel Nikaia an Bithynien und gehörte ab 74 v. Chr. Zum römischen Königreich und bekannt als römische Provinz. Wirkliche Bedeutung erlangte die Stadt allerdings erst in der Spätantike, durch die dort abgehaltenen ökumenischen Konzile. Im Jahr 680 wurde Nikaia erstmalig als Hauptstadt von Themas Opsikion urkundlich erwähnt. Es spielten auch immer wieder die Kreuzzüge eine Rolle und so änderte sich die Zugehörigkeit der Stadt mehrmals, da die Stadt für die Kreuzritter sehr interessant erschien. Ab 1331 gehörte die Stadt dann zum Osmanischen Reich und wurde zu Iznik umbenannt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Stadt zu einem der wichtigsten Zentren der Keramikherstellung der Türkei. Besonders Fliesen aus Iznik sind auch heute noch begehrt und finden sich auch in vielen Moscheen weltweit. Besonders die Unterglasurmalerei wurde in Iznik geprägt und so finden sich viele Muster, nicht nur auf Fließen, die in Iznik entwickelt wurden. Besonders die zahlreichen Details der Malereien machten die Arbeiten und somit die Stadt Iznik weltweit zu einem Begriff.

Iznik See in der Provinz Bursa
Iznik See in der Provinz Bursa
Iznik - Moschee Aya Sophia von Außen
Iznik - Moschee Aya Sophia von Außen
Iznik - Moschee Aya Sophia von Innen
Iznik - Moschee Aya Sophia von Innen

Mein Reisetipp:

Ein Tag in einer idyllischen, und wieder grünen Umgebung. Das Örtchen Iznik, mit seinen gut 22.000 Einwohnern lädt zu einem Bad in dem Iznik See ein. Sehr sympathisch die Menschen, sehr übersichtlich gehalten, das Ausmaß der Stadt. Umgeben von einer alten Stadtmauer, durchläuft man im Süden, Westen, Norden und Osten eines der vier Stadttore. Aber das ist längst nicht das einzige sehenswerte an der Kleinstadt. Umher streunenden Hunden und Katzen begegnet man vielerorts. Abfall wird da platziert, wo er hingehört, keine offenen Mülltonnen, deshalb auch ein sauberes Stadtbild.

Mittelpunkt der Stadt ist die Hagia Sophia. Auch hier gibt es sie, die Moschee der heiligen Sophia. Direkt an der Kreuzung der beiden Hauptstraßen von Iznik, ist soll sie einst der Versammlungsort des Siebten Ökumenischen Konzils gewesen sein. 

Gut und günstig kann man in dem zentral gelegenen „Köfteci Yusuf“, den es in der Türkei mehrmals gibt. Reichlich knuspriges, getoastetes Brot, örtliches Olivenöl und ein Tomaten Dip werden zur Vorspeise gereicht. Vier Hähnchenspieße, eine Cola und ein Ayran dazu machen ordentlich satt und kosten in der Summe gerade einmal 10,50 TL. Auch die vielen anderen Restaurants nebenan und gegenüber der Hagia Sofia sehen gut aus und sind sicherlich ebenfalls einen Besuch wert.

À propos, das gute Olivenöl kommt von den zahlreichen Olivenbäumen, die teilweise bis nah an den Iznik See reichen. Sie dominieren das ländliche Bild der Stadt und reichen dann bis in die Geschäfte am Straßenrand, abgefüllt in Flaschen.