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Die Celsusbibliothek von Ephesus

Die Bibliothek des Celsus wurde zwischen den Jahren 114 und 125 nach Christus zu Ehren von Tiberius Polemaeanus von dessen Sohn in Ephesos errichtet. Beide gehörten der römischen Oberschicht an und bekleideten Ämter im Konsulat. Die Bibliothek beherbergte mehr als 10.000 Schriftrollen und hatte Außenmaße von über 20 Metern Länge und rund 17 Metern Tiefe. Im Keller der Bibliothek befand sich zudem die Grabkammer von Celsus, der in einem Marmorsarkophag bestattet worden war.

Da die Bibliothek von Celsus mitten im dicht bebauten Zentrum der Stadt errichtet wurde, stand für den Bau nur begrenzt Platz zur Verfügung. Die Bauherren bedienten sich daher optischer Tricks bei der Fassadengestaltung, um sie größer und eleganter erscheinen zu lassen. Das Gebäude ist in zwei Stockwerke unterteilt und durch eine Freitreppe zu betreten. Die Schriftrollen lagerten im Inneren der Bibliothek in Nischen, die über Galerien zu erreichen waren.

Es wird vermutet, dass ein Erdbeben im 3. Jahrhundert für einen Brand verantwortlich war, bei dem der Innenraum der Bibliothek völlig zerstört und nicht mehr aufgebaut wurde. Später nutzten die Bewohner der Stadt die Bibliotheksfassade als Schauwand einer Brunnenanlage.

Heute ist die Celsus-Bibliothek eines der bekanntesten Monumente von Ephesos, was unter anderem daran liegt, dass ihr Abbild auf der Rückseite des 20-Lira-Geldscheins zu sehen ist und sie im Sommer für Konzerte genutzt wird.