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Didyma - Orakelstätte der Antike

Didyma, das heutige türkische Didim, welches nahe der Hafenstadt Milet liegt, war einst eine bedeutsame Orakelstätte, welche als Heiligtum dem Gott Apollon geweiht war. Dieser Tempel gilt heute als einer der am besten erhaltenen altertümlichen Bauten. Der Bau einer 16 Kilometer langen 'Heiligen Straße', welche Didyma mit Milet verbinden sollte und die dazu bestimmt war, Prozessionen zu ermöglichen, wurde im 6. Jahrhundert vor Christus abseits der Küste begonnen.

Der Name Didyma stammt, je nach Lesart, entweder aus dem Griechischen (Zwilling – in Anspielung auf Apollon und Artemis) oder aber aus der vor-griechischen Zeit der Karer. Es soll hier erwähnt werden, dass es in der Argolis ebenfalls einen Ort namens Didyma gibt, welcher sich vermutlich auf zwei gewaltige Dolinen bezieht.

Der Besuch Alexanders des Großen im Jahre 334 vor Christus in Milet wird mit dem Beginn des Baus des Apollon-Tempels um 330 vor Christus in eine direkte Verbindung gebracht. Der Architekt Paionios von Ephesos und der berühmte milesische Baumeister Daphnis zeichneten verantwortlich für die Planung des grandiosen Bauwerks.

Der Apollontempel von Didyma verfügt über eine doppelte Ringhalle, wobei der äußere 10 mal 21 und der innere 8 mal 19 Säulen besitzt, welche eine Höhe von jeweils 19,70 Metern erreichen und einen oberen Fries, geformt als Ranken, Medusenköpfe und Löwenfiguren besitzen.
Ein siebenstufiger Unterbau dient als Basis der Ringhalle, deren Eingang im Osten liegt und über eine 14-stufige Freitreppe nach oben führt.
Ist die Ringhalle durchschritten, wird der sogenannte 'Dodekastylos' (Zwölfsäulen-Halle) erreicht. Hier befindet sich ein mehr als 14 Meter hohes Portal mit einer anderthalb Meter hohen Schwelle, welche also offensichtlich nicht überschreitbar war. Die einzigen wahren Zugänge zum Tempel bestehen aus zwei Tunnelgängen seitlich des Portals.

Ein Hof, Adyton genannt, liegt im Inneren des Tempels und weist westlich Fundamente eines Bauwerks von 8,24 Metern auf 14,23 Meter auf, das einst zum Schutz einer Quelle diente. Aufgrund der Tatsache, dass Didyma auf einem nicht wasserreichen Kalkplateau liegt, erklärt sich die Wichtigkeit dieser Süßwasser-Quelle.